Krabbel-Alarm

Der Anblick des exotischen Tieres hatte einen nichts ahnenden Friedhofsbesucher kurz geschockt. Denn die Spinne saß auf der Grünschnittdeponie, wo er selbst gerade etwas entsorgen wollte. Er alarmierte die Polizei Ansfelden. Die Beamten begutachteten den Findling aus sicherer Distanz, stülpten dann aber einen Eimer darüber und riefen die Tierrettung herbei.

Handtellergroß

„Die Spinne war handtellergroß. Es handelte sich um eine Brachypelma emilia – eine Orangenbein-Vogelspinne, die normalerweise in Mittelamerika heimisch ist. Sie war insgesamt gut genährt und nur wenig aggressiv“, erklärt Willi Schnebel, Obmann der Tierrettung Oberösterreich, Er vermutet, dass sie erst kurz davor entweder absichtlich oder versehentlich am Friedhof ausgesetzt worden war. „Sie benötigt viel Wärme, unsere Nächte sind derzeit schon ein wenig zu kühl.“

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Die Spinne ist entweder ganz bewusst ausgesetzt worden oder versehentlich entkommen. Denkbar wäre, dass sie mit Grünschnitt entsorgt worden ist.

Wilhelm Schnebel, Obmann der Tierrettung OÖ

Eigentümer gesucht

Ein Biss dieser Vogelspinnen-Art sei zwar äußerst schmerzhaft, für erwachsene Menschen aber völlig ungefährlich. Schnebel setzte den Krabbler in einen Transportbehälter und brachte ihn vorübergehend in einer Tierpflegeeinrichtung unter. Schnebel: „Der Eigentümer hat jetzt 60 Tage Zeit, sich zu melden und Besitzansprüche geltend zu machen. Von 100 Fundtieren können wir normalerweise 95 auch wieder zurückbringen.“

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