Schmerzen nach der Corona-Impfung: Was hilft, wenn du vom “Covid-Arm” betroffen bist

Wer einen mRNA-Impfstoff von Moderna oder BioNtech erhält, klagt möglicherweise über Schmerzen im Oberarm. Es häufen sich im Netz Berichte über den sogenannten „Covid-Arm“.

Die Bezeichnung kommt ursprünglich von der US-Gesundheitsbehörde CDC und wird nun auch hierzulande von Gesundheitsbehörden und Impfzentren übernommen. Der Arm fühlt sich dabei an der Einstichstelle schwerer an und ein dumpfer Schmerz macht sich nach jeder Bewegung bemerkbar.

In einigen wenigen Fällen haben Betroffene Schwierigkeiten den Arm anzuheben. Der Covid-Arm ist mit einem üblichen Muskelkater vergleichbar, etwa wenn Betroffene exzessives Hanteltraining betreiben.

Anlass zur Sorge ist der Schmerz und der „Covid-Arm“ insgesamt allerdings nicht. Er zählt zu einer klassischen Impfreaktion des Körpers.

Mit einfachen Tricks können Betroffene einen „Covid-Arm“ vorbeugen und daraus resultierende Schmerzen lindern.


 

Warum entsteht der „Covid-Arm“?

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) überwacht in Deutschland die Sicherheit der Impfstoffe. Die Behörde schrieb erstmals im Sicherheitsbericht vom vergangenen März über den auftretenden „Covid-Arm“. Dazu heißt es: „Der genaue Mechanismus dieser Reaktionen ist nicht bekannt.“

Das Institut glaubt allerdings, dass es sich dabei um eine verzögerte „kutane Überempfindlichkeitsreaktion“ handelt, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Aufbau des körpereigenen Immunsystems stehe.

Mit anderen Worten: Ein „Covid-Arm“ ist überhaupt nicht schlimm und kann auch zeigen, dass der Impfstoff funktioniert.

Lesetipp

Sofern es überhaupt zu dieser Reaktion kommt, tritt der „Covid-Arm“ in der Regel innerhalb der ersten acht Tage nach der Impfung auf und klingt in dieser Zeit auch wieder ab.

Das Paul-Ehrlich-Institut schreibt dazu, dass die Reaktion innerhalb von „einigen Tagen“ von allein verschwindet.


 

Schmerzen nach Impfung sind kein Grund zur Sorge

Die Impfreaktion ist weder lebensbedrohlich noch besorgniserregend. Betroffene müssen sich auch nicht dafür in Behandlung begeben. Es handelt sich um eine Reaktion des Körpers, die überraschend auftritt und von allein wieder abklingt.

Laut Paul-Ehrlich-Institut gibt es „keinen Grund, bei den betroffenen Personen die zweite Impfdosis auszusetzen oder zu verzögern“.


 

Erste Hilfe gegen den „Covid-Arm“

Nach der Impfung sollten Betroffene mindestens 15 Minuten in der Arztpraxis oder im Impfzentrum warten. In dieser Zeit hilft es, die Einstichstelle und den Oberarm leicht zu massieren.

Das kann tatsächlich einen „Covid-Arm“ vorbeugen. Kälte lindert grundsätzlich Schmerzen, die durch Entzündungen oder Schwellungen eintreten. Daher helfen kalte Kompressen oder Auflagen.

Nimm am Abend nach der Impfung eine Dusche und halte den Oberarm für wenige Sekunden unter kaltes Wasser. Massiere im Anschluss den Oberarm. Solltest du nachts nicht schlafen können, weil der Oberarm schmerzt, helfen kalte Auflagen.

Schmerzlindernde Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol können ebenfalls helfen, vor der Einnahme solltest du aber deinen Arzt kontaktieren und die Einnahme abklären. Fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel werden in der Regel zur Linderung von etwaigen Nebenwirkungen durch Impfungen eingesetzt.

Halte den Oberarm nach der Impfung ruhig und vermeide anstrengende Aktivitäten wie schweres Schleppen oder exzessiven Sport.

Dieser Artikel erschien zuerst auf FOCUS Online.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel enthalten lediglich allgemeine Hinweise. Zur Abklärung eines gesundheitlichen Problems empfehlen wir den Besuch bei ausgebildeten und anerkannten Ärzten.

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